Die Anlage

Die Siedlung

Von der DDR-Datsche zum Urlaubsnest

Wo heute alte Eichen und Buchen über euer Ferienhäuschen wachen, lag einmal der Forstgarten des Kromlauer Parks. Ende der 1970er-Jahre entstand hier – direkt am Nordufer des Badesees – eine Bungalowsiedlung für Erholungssuchende. Die Idee: das Parkidyll rund um die Rakotzbrücke und den Rhododendronpark für Familien zugänglich machen.

Waldweg in die Bungalowsiedlung Kromlau

Von Rötschke bis heute

Kromlau war schon immer ein besonderer Ort. Seit über 500 Jahren wird hier gesiedelt, seit fast 200 Jahren zieht der Landschaftspark Naturliebhaber aus ganz Deutschland an. Als Friedrich Hermann Rötschke Mitte des 19. Jahrhunderts die Rakotzbrücke bauen und Tausende Rhododendren pflanzen ließ, legte er den Grundstein für das, was Kromlau heute ist. In der DDR erkannte man das Potenzial und baute den Ort systematisch zum Ferienziel aus.

1542
Erste urkundliche Erwähnung von Kromlau – die Brüder von Kracht werden mit „Krommolau" belehnt. Der Ortsname kommt aus dem Slawischen und bedeutet vermutlich „umstrittenes Stück Land".
1842
Friedrich Hermann Rötschke kauft das Gut Kromlau und beginnt, inspiriert vom benachbarten Fürst Pückler in Muskau, auf rund 800 Morgen einen Landschaftspark anzulegen – mit Teichen, Basaltgrotten und der berühmten Rakotzbrücke.
Ab 1890er
Graf Leopold von Egloffstein-Arklitten übernimmt Kromlau und erweitert den Park um eine der größten Rhododendron- und Azaleen-Freilandsammlungen Deutschlands. Der Park wächst auf über 200 Hektar.
1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Grafenfamilie enteignet. Schloss und Park werden Volkseigentum.
1966
Aus einer ehemaligen Braunkohlegrube wird der Kromlauer Badesee ausgebaut – der Startschuss für Kromlau als Ferienort.
Ende der 1970er
Am Nordufer des Sees entsteht ein Campingplatz. Im ehemaligen Forstgarten wird die Bungalowsiedlung errichtet – rund fünfzig Ferienhäuser vom Typ B26, eingebettet zwischen alten Bäumen. Campingplatz, Strandbad und Bungalows bilden zusammen ein kleines Ferienparadies mitten im Wald.
1992
Nach der Wende wird die in den 1970ern stillgelegte Waldeisenbahn Muskau wieder in Betrieb genommen – die Strecke Weißwasser–Kromlau lebt auf.
1999
Die Gemeinde Kromlau wird nach Gablenz eingegliedert. Die Siedlung gehört fortan zur Gemeinde Gablenz im Landkreis Görlitz.
2013–2016
Schloss Kromlau wird denkmalschutzgerecht saniert. Der Park und die Rakotzbrücke werden in den Folgejahren aufwendig restauriert.
Ab ca. 2010
Die Gemeinde verkauft die Bungalows einzeln an Privatleute – keine Investoren, nur Menschen, die sich um die Häuser kümmern wollen. Jeder Bungalow bekommt seine eigene Handschrift.
Heute
Die Siedlung ist ein lebendiger Mix aus privat genutzten und liebevoll vermieteten Ferienhäusern – manche behutsam saniert, andere charmant im Originalzustand. Unser Waldnest ist eines davon.
Bungalows zwischen Bäumen in der Kromlauer Siedlung
Kromlauer Badesee vom Nordufer

Der Bungalow-Typ B26 „Weißwasser"

Die Häuser in unserer Siedlung sind sogenannte B26-Bungalows – ein DDR-Ferienhaus-Typ, der ab 1977 produziert wurde. Der Beiname „Weißwasser" ist kein Zufall: Entwickelt wurde dieser Typ für wasser- und waldreiche Gegenden wie die Lausitzer Heide. Passender geht es kaum.

Die Bauweise ist typisch für ihre Zeit: vorgefertigte Holzrahmen mit halbrunden Waldlatten als Außenverkleidung, Mineralwolle-Dämmung, flaches Satteldach. Kompakt, funktional und – mit etwas Liebe – erstaunlich gemütlich. Der Grundriss ließ sich individuell verändern, weshalb heute kaum ein Bungalow wie der andere aussieht.

„Funktional, ehrlich, und erstaunlich gemütlich – ein Stück lebendige Zeitgeschichte, eingebettet unter alten Eichen und Buchen."

Bauweise
Holzrahmen mit Waldlatten
Baujahr
ab 1977
Dach
Flaches Satteldach
Ausgelegt für
3–4 Personen
Fassadendetail – die typischen halbrunden Waldlatten eines B26-Bungalows

Die Siedlung in Zahlen

Campingplatz, Strandbad und Bungalows – drei Bausteine, die bis heute den Charakter von Kromlau als Ferienort prägen.

~50
Bungalows in der Siedlung
200 ha
Rhododendronpark ringsum
3 ha
Badesee nebenan

Die Siedlung heute

Nach der Wende versuchte die Gemeinde Gablenz über Jahre, die Siedlung als Ganzes weiterzuführen. Am Ende entschied der Gemeinderat, die Bungalows einzeln an Privatleute zu verkaufen – keine Investoren, nur Menschen mit Lust auf diesen besonderen Ort. Seitdem hat jeder Bungalow seine eigene Geschichte: Manche wurden behutsam saniert, andere liebevoll ausgebaut. Was alle verbindet, ist die einzigartige Lage unter alten Bäumen, wenige Gehminuten von der Rakotzbrücke entfernt.

Unser Waldnest ist einer dieser Bungalows. Wir haben ihn mit viel Herzblut hergerichtet – nicht als Designhotel, sondern als echtes Zuhause auf Zeit. Aufwachen mit Vogelgezwitscher, Kaffee auf der Terrasse, abends den Wald rauschen hören. So war das hier vor fünfzig Jahren gedacht, und so ist es heute noch.

Waldnest – unser Bungalow im Kromlauer Wald
Alte Eichen und Buchen über der Bungalowsiedlung

Neugierig geworden?

Schaut euch unseren Bungalow an und plant euren Aufenthalt im Kromlauer Wald.

Zum Bungalow